SEO-Basics: Keywordrecherche

Januar 4th 2019 — von TRG Kollektive

TRG Kollektive
Intelligenz

Suchmaschinenoptimierung beinhaltet grob gesehen die inhaltliche, technische und Offpage Optimierung einer Webseite. Für alle diese Bereiche gibt es gewisse Basics, die grundsätzlich gemacht werden müssen, um dauerhaft gute Platzierungen zu erhalten.
 
Damit diese Rankings auch relevant zum eigenen Business sind, müssen immer die richtigen Keywords recherchiert werden. Keywordrecherchen sind das A&O einer guten Suchmaschinenoptimierung. Alle weiteren inhaltlichen Optimierungsmaßnahmen beruhen auf den Keywordrecherchen.
 
Um die richtigen Keywords zu finden gibt es eine Menge Tools. Einige sind kostenpflichtig und einige kostenlos. Bei den kostenpflichtigen Tools handelt es sich in der Regel um Tools, die ihr für euer SEO sowieso verwendet bzw. verwenden solltet.
 
Eines bereits vorab: Es ist eine mühselige Arbeit bei der viel händisch gemacht werden muss, aber auch gewisse Excel Kenntnisse vorausgesetzt werden. Ohne eine vernünftige Keywordresearch ist SEO jedoch eher ein Glücksspiel. Die Fleißarbeit lohnt sich also.
 

Daten generieren

 
Wie und wo die richtigen Daten gesammelt werden können, stellt viele Webseitenbetreiber immer wieder vor eine Herausforderung. Um einen Überblick zu bekommen wo und wie die richtigen Keywords für das eigene Produkt gefunden werden, haben wir hier eine Auflistung der Tools, die sich unser Ansicht nach für eine ausführliche Keywordrecherche zu empfehlen sind:
 

  • SEO-Tools (kostenpflichtig)
    • Sistrix
    • Searchmetrics
    • Ahrefs
    • Link Research Tools – Competitive Keyword Analyzer
  •  

  • Kostenlose Tools
    • Google Search Console
    • Google Keyword Planner
    • keyword.io
    • hypersuggest.com
    • answerthepublic.com
    • metager3.de/asso/
    • wdfidf-tool.com
    • ubersuggest.com
    • openthesaurus.de
    • semager.de/keywords/

 
Diese Tools ermöglichen es, zu den bereits bekannten Hauptkeywords weitere Keywords zu finden, die eine gewisse Relevanz zu einem Thema oder einem Produkt haben. Wichtig ist es, dass alle möglichen Keywords mit aufgenommen werden, auch wenn sie auf den ersten Blick keine Relevanz zum Thema haben sollten. Das Aussortieren von irrelevanten Keywords folgt später.
 
Gerade beim Google Keyword Planner werden Keywords vorgeschlagen, die oftmals überhaupt keinen Bezug zum eigentlichen Thema bzw. Produkt haben.
 
Nachdem nun alle möglichen Keywords zusammengetragen sind, sollten diese innerhalb einer Zeile in Excel gespeichert werden. Anschließend empfiehlt es sich die Duplikate zu entfernen, sodass jedes ermittelte Keyword nur noch einmal in der Liste vorhanden ist.
 

Keywords der Konkurrenz analysieren

 
Nachdem der erste Schritt erledigt ist, gehe ich immer dazu über die Keywords der direkten Konkurrenten zu analysieren. Dies geschieht ebenfalls mit den kostenpflichtigen SEO-Tools.
Diese Tools bieten die Möglichkeit die Rankings zu allen Websites zu ermitteln. Also kann von außen auf diese Daten zugegriffen. Anders als bei der Google Search Console, die uns nur die Daten zu unserer eigenen Website liefert.
 
Auch hier werden die Daten wie im ersten Schritt generiert und zusammengetragen.
Anschließend ergänze ich die erste Liste um die Keywords, die ich bei der Konkurrenzanalyse ermittelt habe um dann wieder die Duplikate zu entfernen.
 

Suchvolumen ermitteln

 
Nach diesen Schritten erhält man eine Excel Tabelle mit einigen tausend Keywords in einer Spalte. Das Suchvolumen für diese Keywords muss nun in einzelnen Etappen ermittelt werden, da der Google Keyword Planner nur für die ersten 700 importierten Keywords das Suchvolumen angibt. Daher sollte nun in 700er Schritten vorgegangen werden. Idealerweise wird die Spalte mit dem Keyword und die Spalte mit dem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen kopiert und in einem neuen Reiter der ersten Tabelle eingefügt.
 
Quelle: Google AdWords – Keyword-Planer
 
Die Grundlage für die weitere Arbeit ist nun geschaffen.
 

Keywords clustern

 
Um einen Überblick über unsere sehr lange Keywordliste zu bekommen, sollte nun die Clusterung bzw. Kategorisierung vorgenommen werden. Durch die Filterfunktion bietet Excel hier eine schnelle und unkomplizierte Lösung. Der Filter „enthält“ + „Begriff“ zeigt nur noch die Keywords an, die den eingegebenen Begriff enthalten.
 
Je nach Branche, können unterschiedliche Cluster sinnvoll sein. In der Reisebranche beispielsweise sollte eher nach Orten, Art der Reise (Flug, Hotel, Pauschal, etc.) geclustert werden, während ein Onlineshop für Mode und Bekleidung eher nach Männer, Frauen und Kindern clusteren und unter diese dann nochmal nach Hosen, T-Shirts, Pullover, etc sortieren sollte. Hier kann es also sehr individuell werden.
 
Nach der Clusterung ist es sinnvoll, einen eigenen Reiter für jedes Cluster innerhalb dieser Excel-Tabelle einzurichten.
 
Tipp: Die Keywords, die nach der Clusterung, keine Zuordnung haben, sollten nicht verworfen werden. Sie können sehr sinnvoll für den Blog bzw. das Magazin verwendet werden, sofern ein Blog oder Magazinbereich existiert. Falls nicht, sollte jetzt vielleicht darüber nachgedacht werden.
 
Es sollte sich hier um Keywords handeln, zu denen kein Produkt oder keine Dienstleistung auf der Webseite angeboten wird und dementsprechend keine eigene Landingpage existiert. Da diese Keywords jedoch eine hohe Relevanz für meine Zielgruppe haben und für mich weiteren interessanten Traffic liefern können, sollten diese Keywords verwendet werden, um beispielsweise Blogbeiträge dazu zu schreiben.
 

Ergänzen durch transaktionale Begriffe

 
Nachdem das Clustern abgeschlossen ist, ist es ratsam die Keywords mit der „Verketten“-Funktion um transaktionale Begriffe wie „kaufen“, „online“ oder „onlineshop“ zu erweitern.
Natürlich kommt es auch hier individuell auf das jeweilige Produkt bzw. die Branche an.
Bei Finanzprodukten oder generellen Dienstleistungen passt das Verb „kaufen“ in der Regel nicht.
 
Nachdem die Keywords mit den transaktionalen Begriffen „verkettet“ wurden, steht die erneute Ermittlung der Suchvolumina an. In den meisten Fällen fällt auf, dass das Suchvolumen wesentlich geringer ist. Das ist aber kein Grund darauf zu verzichten.
 
Es ist immer sinnvoll transaktionale Begriffe mit aufzunehmen, da der Traffic, der über solche Suchanfragen kommt, meist qualifizierteren Traffic darstellt. Hier ist die Suchintention eindeutig und wir wissen, dass der Suchende kaufen möchte. Bei vielen Suchanfragen ist das leider nicht eindeutig.
 
Umso schöner ist es, wenn dieser Traffic in den eigenen Shop gelangt.
 

Keywords eingrenzen

 
Die Liste der Keywords ist nun entsprechend lang. Auf keinen Fall kann die entsprechende Landingpage für all diese Keywords optimiert werden. Daher sollten nun die wichtigsten Keywords aus der Liste gewählt werden. Nicht immer sind es die mit dem höchsten Suchvolumen. Schaut euch hier die SERPs an.
Wenn bei gewissen Keywords eine starke Konkurrenz existiert und der Kampf um die ersten Plätze der SERPs wahrscheinlich nicht wirtschaftlich ist, dann weicht auf die weniger umkämpften und dennoch suchvolumenstarken Keywords aus. Hier können die Keywordkombinationen mit den transaktionalen Begriffen sehr hilfreich sein.
 
Wir empfehlen für das weitere Vorgehen 3-5 Keywords pro Produkt/Thema/Landingpage zu identifizieren und auf diese inhaltlich zu optimieren.
 

Metaangaben

 
Neben dem eigentlichen Textinhalt auf der jeweiligen Seite bekommt jede Seite einen Meta-Title und eine Metadescription. Auch wenn die Metadescription keinen direkten Einfluss auf das Ranking hat, sollte sie entsprechend mit dem jeweiligen Hauptkeyword bestückt sein. Ebenso ist eine Call-to-Action immer sinnvoll, um den Suchenden von einem Klick auf das optimierte Snippet zu überzeugen.
 
Anders als die Description hat der Meta-Title einen direkten Einfluss auf das Ranking und sollte durch den Einsatz der wichtigsten Keywords einen eindeutigen Hinweis auf die Relevanz zum Inhalt herstellen. Sowohl für den User als auch für die Suchmaschine. Häufig beobachten wir, dass Webmaster die Brand an erster Stelle für den Title verwenden. Das ist verschenktes Potenzial. Das wichtigste Keyword sollte immer so weit vorne wie möglich stehen. Für die Erstellung von optimalen Snippets stellt Sistrix ein kostenloses Hilfstool zur Verfügung. Den sogenannten SERP Snippet Generator.
 

Fazit

 
Die Keywordrecherche ist das A&O der inhaltlichen Suchmaschinenoptimierung. Sie war es, ist es und wird es bleiben, denn auf ihr basieren alle weiteren inhaltlichen Optimierungen.
 
Ohne gute Inhalte, keine guten Rankings oder andersrum: Nur mit guten Inhalten entstehen gute Rankings. Umso ausführlicher und gründlicher die Keywordrecherche durchgeführt wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass wirklich gute und passende Inhalte entstehen, die einen langfristigen Erfolg in den Rankings möglich machen.

Letzter Beitrag

Sprachassistenten sind dabei, den Handel zu revolutionieren und die sich am schnellsten verbreitende Technik der Geschichte.
E-Mail-Marketing ist eine kostengünstige Online Marketing Teildisziplin und eine sehr effektive Methode – allerdings nur klar strukturiert und recherchiert.
SEA ist ein wichtiger Kanal im Online Marketing. In diesem Beitrag erklären wir, was SEA genau bedeutet, wie es funktioniert und welche Ziele durch Suchmaschinenwerbung erreicht werden können.